Die Basraer Wammentauben 

 

Herkunft:

Orient (Irak, Libanon, Syrien)

Gesamteindruck:

Wammentaube mit kraeftigem, aufgerichtetem Koerper, lebhaftem Wesen, teils geschlechtsgebundene Farben

Der Kopf der Basraer Wammentauben ist kraeftig, glatt, flach gewoelbt mit leicht ansteigender Stirn. Die Augen sollten eigentlich orangefarbig sein, aber bei den Hellgrundfarbigen (Abiad )und den Blaugrundfarbigen ( Rihani-Taeubern) ist ein leicht gruenliches Auge gestattet. Der Schnabel ist mittellang, nicht kraeftig, gerade, fleischfarbig bei den Hellgrundfarbigen ( Abiad), angelaufen bei den Gelbgrundfarbigen (Schrabi) und Mehllichten ( Abrasdel), hornfarbig bei den Blaugrundfarbigen (Rihani); die Nasenwarzen sind zart. Der Hals ist kraeftig, voll aus dem Koerper kommend, gestreckt und uebernormal lang wirkend. Die Kehlwamme muss gut ausgepraegt sein. Die Brust, voll gerundet, wird angehoben getragen, der Ruecken, breit in den Schultern, verjuengt sich zum Schwanz hin und ist abfallend. Kraeftig sind die Fluegel, sie sollen den Ruecken moeglichst gut decken und am Bug etwas vorstehen. Der Schwanz sei nicht zu lang und schmal, gut geschlossen und in Verlaengerung der Rueckenlinie getragen. Die Beine sind kraeftig, mittellang und unbefiedert, das Gefieder wird gut anliegend gewuenscht.

Farbenschlaege:

Hellgrundfarbig, Blaugrundfarbig, Gelbgrundfarbig, Mehllicht .

Farbe und Zeichnung

1. Hellgrundfarbige (Abiad):

Diese Farbe ist an den 1.0 geschlechtsgebunden. Kopf, Schild, Bauch, Schwanz und Schwingen sind hell cremefarbig, der Kopf kann etwas heller sein. Die Halsfarbe ist ein zartes Goldgelb. Der Schnabel muss hellfleischfarbig sein. Ein Stipp oder hornfarbige Einlagerungen sind Fehler.

2. Blaugrundfarbige (Rihani):

Die Taeuber haben graublauen Kopf, Fluegelschild, Bauch- und Schwanzgefieder, goldfarbiges Halsgefieder, hellschiefergraue Schwingen und Fluegelbinden, die mit etwas Pfefferstich gestattet sind. Die Schwanzbinde ist dunkelschiefergrau und hell gerandet. Die Taeubinnen haben einen blauen Kopf, Fluegelschild, Bauch- und Schwanzfarbe, die Brustfarbe ist ockerfarbig, am Nacken und hinter dem Kopf darf kein goldfarbiges Gefieder sein. Fluegel und Schwanzbinde sind dunkel mit ockerfarbigem Anflug und dunkelschiefergrauen Schwingen.

3. Gelbgrundfarbige (Schrabi):

Taeuber und Taeubinnen haben hellen, cremefarbenen Kopf, Fluegelschild und Bauchfarbe, goldgelbe Halsfarbe, das Fluegelschild traegt zwei gelbliche angedeutete Binden, die nicht fehlen duerfen, hellgraue Schwingen und Schwanzfedern mit leicht angedeuteter Schwanzbinde (meliert).

4. Mehllicht (Abrasdel):

Taeuber und Taeubinnen haben hellen, rahmweissen Kopf, Fluegelschild und Bauchfarbe, dazu goldgelbe Halsfarbe. Die Fluegelbinden sind gelb bis gelbgrau, die Schwingen und Schwanzfedern sind hellgrau und hell gerandet, dabei ist die Schwanzbinde dunkler.

Alle diese genannten Farbenschlaege koennen untereinander verpaart werden, allerdings sollen Schrabi un Abrasdel nicht ueber mehrere Generationen hinweg angepaart werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Tiere immer heller werden und die Zeichnung nachlaesst. Die Blaugrundfarbigen sind bei der Zucht unverzichtbar, um bei den helleren Farbschlaegen fuer Farbstoff zu sorgen.

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